Die FMEA - ein Frühwarnsystem des Qualitätsmanagements für Risiken

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Eine der Hauptaufgaben des Qualitätsmanagements ist es, frühzeitig Fehler und Risiken in Organisationsabläufen (Systeme, Prozesse oder Konstruktionen) zu erkennen und gleichzeitig Lösungsvorschläge für das Beheben oder Vermeiden der erkannten Fehler und Risiken aufzuzeigen. Es gilt insbesondere, sich durch potentielle Fehler in den Organisationsabläufen potenzierende Kosten zu vermeiden. Ein Frühwarnsystem des Qualitätsmanagement für potentielle Fehler in den Organisationsabläufen ist die FMEA (Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse). Sie zielt darauf ab, mögliche Fehler beim Erbringen einer Leistung im Vorhinein zu vermeiden und die Ursachen solcher Fehler zu dokumentieren, so dass für die Fehler seitens des Qualitätsmanagements Abstellmaßnahmen entwickelbar sind. Basis jeder FMEA ist ein standardisiertes Prozessmodell. Anhand des standardisierten Prozessmodells wird zunächst die chronologisch-sachlogische Abfolge von Funktionen, Tätigkeiten und Leistungen des zu analysierenden Organisationsbereichs dargestellt. Dabei beginnt die Übersichtsdarstellung auf Ebene der Hauptaufgaben, welche dann schrittweise um die Aufgaben der Teilebenen verfeinert wird. Die Abläufe im Organisationsbereich können so eindeutig und anschaulich dokumentiert werden. Daran anschließend sind für jeden Prozess in den Ebenen und Teilebenen alle potentiellen Fehler systematisch zu untersuchen und deren verantwortliche Ursachen sowie Folgen zu ermitteln. Zu erfragen sind die Anzahl und Art der Fehler sowie die Folgen beim Eintritt der Fehler. Dabei können bei einem Prozess mehrere Fehler bestehen und jeder Fehler kann zu mehreren Folgen führen. Ebenfalls können für jede Kombination von Folgen und Fehlern mehrere Ursachen verantwortlich sein. Im weiteren Ablauf der FMEA ist zu prüfen, wie sich die ermittelten potentiellen Fehler bei ihrem Auftreten auf den Empfänger der Leistung auswirken werden. Dafür ist für jeden Fehler das Risiko hinsichtlich seiner Auftrittswahrscheinlichkeit, Bedeutung und Entdeckungswahrscheinlichkeit zu beurteilen. Bei dieser Beurteilung wird dem Fehler für seine Auftrittswahrscheinlichkeit, Bedeutung und Entdeckungswahrscheinlichkeit jeweils ein Wert von 1 (nahezu auszuschließen, keine Auswirkungen auf den Prozess, Kunde bemerkt nichts) bis 10 (ständiges Auftreten, Verletzung von Vorschriften und finanzielle Schäden, Kunde entdeckt Fehler sofort) zugewiesen. Im Ergebnis der Beurteilung des Fehlers werden die drei jeweils zugewiesenen Werte zu einer Risikoprioritätszahl multipliziert (Auftrittswahrscheinlichkeit x Bedeutung x Entdeckungswahrscheinlichkeit). Risikoprioritätszahlen zwischen 1 und 1.000 sind möglich. Dabei gilt grundsätzlich, je höher die Risikoprioritätszahl bei einem potentiellen Fehler ist, desto höher ist der Handlungsbedarf. Als Matrix für den Handlungsbedarf hat sich bewährt, dass ab einer Risikoprioritätszahl von 100 das Risiko hoch ist und dringender Handlungsbedarf besteht, ab einer Risikoprioritätszahl von 50 bis 99 das Risiko mittel ist und Handlungsbedarf besteht und ab einer Risikoprioritätszahl von 2 bis 49 das Risiko akzeptabel ist und kein zwingender Handlungsbedarf besteht. Bei einer Risikoprioritätszahl von 1 besteht kein Risiko und kein Handlungsbedarf ist erforderlich. Im Ergebnis der FMEA ist für alle möglichen Fehler das Risiko dokumentiert (Idealfall). Durch geeignete Lösungsvorschläge kann nun dem Auftreten der Fehler entgegengewirkt werden.

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12 Marz 2019

Wie wichtig ist eine gute Beratung?

Willkommen auf meinem Blog rund um das Thema Beratung. Wenn wir uns etwas Neues kaufen möchten, holen wir uns über das jeweilige Produkt bekanntlich alle notwendigen Informationen ein. Besonders wichtig ist das, wenn wir mit den jeweiligen Neuanschaffungen noch nicht so vertraut sind. Nach einer kompetenten und ausführlichen Beratung ist es mit der Kaufentscheidung zumeist einfach. Jeder hat sicherlich schon einmal selbst die eine oder andere Erfahrung mit dem Thema Beratung gesammelt. Es gibt gute und natürlich auch schlechte. Worauf wir bei einer solchen Beratung Wert legen und worauf wir gerne verzichten können, möchte ich mit euch gemeinsam im folgenden Blog durchgehen. Ich war selbst über viele Jahre hinweg im Verkauf tätig und kann deshalb auch zahlreiche persönliche Erfahrungen in diesem Bericht einfließen lassen.